Über uns
Was ist das Jüdische Versorgungswerk?
Das Jüdische Versorgungswerk wurde am 23.Juli 2010 von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und dem Abraham Geier Kolleg gegründet. Partner und Träger des Jüdischen Versorgungswerks ist die Kölner Pensionskasse Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG). Der Versicherungsverein ist ein konzernunabhängiges und ausschließlich den Mitgliederinteressen verpflichtetes Unternehmen. Damit stehen sämtliche Überschüsse der Pensionskasse uneingeschränkt den Versicherten zu.

Bisher gab es für die Angehörigen einer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland keine Möglichkeit eine eigene Säule der Altersvorsorge aufzubauen. Um dies künftig zu ändern, wurde das Jüdische Versorgungswerk gegründet. Beitreten kann dem Jüdischen Versorgungswerk jede in Deutschland existierende jüdische Gemeinde oder Organisation.

Das Jüdische Versorgungswerk ermöglicht allen Angestellten einer jüdischen Gemeinschaft sowie allen freiberuflichen Gemeindemitgliedern ihre Altersvorsorge bei der Kölner Pensionskasse VVaG durchzuführen, einem erfahrenen Partner der privaten und betrieblichen Altersversorgung.

Vorteile für Angestellte Gemeindemitglieder
Alle angestellten Gemeindemitglieder können im Rahmen der so genannten Bruttoentgeltumwandlung Teile ihres Gehaltes steuer- und sozialabgabenfrei in eine Pensionskasse einzahlen. Im Jahr 2016 kann jeder Arbeitnehmer bis zu 2.976 € jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei und zusätzlich bis zu 1.800 € jährlich steuerfrei in eine betriebliche Altersversorgung umwandeln. Diese staatliche Förderung bewirkt, dass durchschnittlich die Hälfte eines Monatsbeitrags bereits finanziert ist. Denn bei einem Monatsbeitrag von 100 € beträgt der effektive Eigenbetrag für den Arbeitnehmer, je nach Steuerklasse, nur rund 50 %. Selbstverständlich steht es dem Arbeitgeber frei, diesen Beitrag zugunsten des Arbeitnehmers zu bezuschussen, z. B. in Höhe seiner eigenen Sozialversicherungsersparnis.

Vorteile für freiberufliche Gemeindemitglieder
Freiberufliche Gemeindemitglieder können in der Regel nicht über den Betrieb für das Alter vorsorgen. Für diesen Personenkreis ist daher die steuerliche Förderung einer Basisrente oder "Rürup-Rente" von besonderem Interesse. Durch die steuerliche Förderung erhalten die Angehörigen der freien Berufe die Möglichkeit, den jährlichen Beitrag ihres Vertrages als Sonderausgaben geltend zu machen. Im Jahr 2016 können bis zu 82 % des Beitrages, maximal 82 % des Höchstbetrages von 22.766 € (bei Verheirateten 45.532 €) steuerlich abgesetzt werden. Der Prozentsatz steigt jährlich um 2 % bis auf 100 % in 2025. Eine flexible Beitragszahlung ermöglicht hier neben dem laufenden Beitrag jederzeitige Sonderzahlungen.